1. „Qualität und Preis passen perfekt zu unseren Anforderungen“.

„Qualität und Preis passen perfekt zu unseren Anforderungen“.

Druckerei Schäfer & Schott betreibt Druckweiterverarbeitung vor allem auf Systemen von Horizon - Industriekunden und hohe Flexibilität ermöglichen kontinuierliche Auslastung des Maschinenparks.

„Traditionsdruckereien“, die sich auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung weiterhin am Markt behaupten, sind hierzulande selten geworden. Die Schäfer & Schott GmbH in Pulheim bei Köln, Gründungsjahr 1938, gehört zweifelsohne dazu. Die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens basiert nicht zuletzt auf der Entscheidung, Druckweiterverarbeitung vor allem auf Systemen von Horizon zu betreiben.

Der Standort im Gewerbegebiet von Pulheim, eine halbe Autostunde von Köln entfernt, ist auf den ersten Blick wenig spektakulär: Ein schlichtes Büro- und Werkstattgebäude, das Platz für Unternehmen unterschiedlicher Branchen bietet und mit der gemeinsam genutzten Küche samt kleiner „Cafeteria“ ein wenig an die Technologie- und Gründerzentren früherer Jahrzehnte erinnert.

Im Erdgeschoss neben dem Haupteingang, gleich die erste Tür links, hat sich der Chef eingerichtet: Rainer Naumann, Geschäftsführer der Druckerei Schäfer & Schott GmbH. Wem „Schäfer & Schott“ ein wenig altmodisch vorkommt, dem präsentiert sich das Unternehmen zeitgemäß und mit buntem Markenlogo als „PrintoutPulheim“. Das Produktspektrum umfasst Print-on-Demand-Erzeugnisse vom Flyer bis zum Hochglanzmagazin, die Leistungen decken den gesamten Prozess ab und reichen von der Gestaltung über die Druckvorstufe, den Offset- oder Digitaldruck und die Weiterverarbeitung bis hin zum Versand.

Mit der Zeit zu gehen und sich neuen Entwicklungen nicht zu verschließen, das hat dem Betrieb insbesondere während der vergangenen Jahre das Überleben gesichert. Ursprünglich im Jahre 1938 als „Druckerei Peter Schäfer“ gegründet und 1974 umfirmiert zu „Schäfer & Schott“, war das Unternehmen als klassische Akzidenzdruckerei über viele Jahrzehnte hinweg am Standort Köln fest verwurzelt. „Damals gab es in Köln praktisch neben jeder Kneipe auch eine Druckerei“, so formuliert es Rainer Naumann.

Entscheidung gegen den Trend.

Nach bestandener Meisterprüfung als Offset- und Buchdrucker wagte Rainer Naumann 1993 den Einstieg in die Selbstständigkeit und nutzte die Gelegenheit zur Übernahme von Schäfer & Schott. Den Grundstock bildeten eine betagte Zusammentragmaschine Marke Condor und eine kaum jüngere A3 GTO. Als 1999 eine Erneuerung des Maschinenparks anstand, entschied sich Naumann erstmals für den Kauf eines Horizon Produktes: eine Falzmaschine, Typ AFC-504AKT.

Währenddessen machte sich das rasante Aufkommen von Online-Druckereien auch bei Schäfer & Schott bemerkbar. Das Geschäft mit Kleinaufträgen von Privatkunden brach ein, auch Firmenkunden konnten den günstigeren Preisen im Internet kaum widerstehen. Rainer Naumann hatte die Wahl: dem Trend folgen und vorrangig Online-Digitaldruck betreiben - oder mit dem vorhandenen Offset-Angebot „bei den Leisten bleiben“. Er entschied sich gegen den Trend, nicht zuletzt, weil er keinesfalls Abstriche von seinen hohen Qualitätsansprüchen machen wollte und am Erfolg entsprechender Online-Angebote zweifelte. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Akquisition von Firmenkunden in der Region Köln, verlagerte den Betrieb 2002 erst nach Mohnheim und 2005 schließlich nach Pulheim.

Das Geschäftsmodell von Schäfer & Schott klingt simpel: Was auch immer ein Unternehmen an „Drucksachen“ benötigt, wird in hoher Qualität und zeitnah geliefert. Die Bandbreite reicht von der klassischen Geschäftsausstattung über Werbeflyer und Produktbroschüren bis hin zu Handbüchern und Bedienungsanleitungen, in Auflagen von einigen Dutzend Exemplaren oder auch jenseits von 10.000 Stück. Zudem bietet PrintoutPulheim „alles aus einer Hand“, von der Gestaltung neuer Flyer bis zum Versand der fertigen Produkte. Und wenn es Stammkunden mit der Lieferung besonders eilig haben, werden die Maschinen auch schon mal nachts oder am Wochenende angeworfen.

Verbesserungen kontinuierlich auf der Spur.

„Als kleine Druckerei können wir nur überleben, indem wir hohe Qualität liefern und einen hervorragenden Kundenservice bieten“, stellt Rainer Naumann fest. Als Beispiel nennt er den Umgang mit Reklamationen: „Wenn ein Kunde mit einem Produkt nicht zufrieden ist, lasse ich sofort alles stehen und liegen und sorge persönlich dafür, dass das Problem umgehend gelöst wird.“ Verglichen mit Online-Druckereien, biete Schäfer & Schott einen größeren Leistungsumfang, was wiederum eine entsprechend andere Preisgestaltung rechtfertige. Damit das so bleibt, sucht Naumann kontinuierlich nach Möglichkeiten, die Effizienz seiner Produktion zu steigern. In der Druckweiterverarbeitung setzt PrintoutPulheim daher hauptsächlich auf Horizon Produkte. In jüngster Zeit wurde der Maschinenpark gleich um drei Systeme erweitert: eine Broschürenfertigungsanlage SPF-200A inklusive Zusammentragmaschine VAC-1000 (20 Stationen), einen Klebebinder BQ-270V mit Dreiseitenschneider HT-30C sowie einen Horizon SmartSlitter – eine Multifinishing-Lösung zum Schneiden, Rillen und Perforieren in einem einzigen, vollautomatischen Fertigungsprozess.

Die Ausstattung deckt praktisch alle im Finishing gängigen Aufgaben ab und verschafft vor allem kleinen und mittleren Betrieben die Möglichkeit, das Angebot bei einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis zu erweitern. Zugleich bieten die Maschinen reichlich „Luft nach oben“: Die Kapazität der VAC-1000 kann bei Bedarf von einem einzigen Turm mit zehn Stationen auf einen Verbund von bis zu sechs Türmen mit maximal 60 Stationen aufgestockt werden. Bei einer Kapazität von maximal 9.500 Takten pro Stunde eignet sich das System auch für den Dauereinsatz im Mehrschicht-Betrieb. Im Verbund mit dem Aggregat SPF-200A können vollautomatisch bis zu 4.800 Broschüren pro Stunde produziert werden, Auftragswechsel sind dank der von Horizon entwickelten TOUCH&WORK-Technologie innerhalb von wenigen Minuten erledigt. Die Broschürenfertigung auf der einen Seite, stellt der Klebebinder BQ-270V andererseits die Rentabilität in der Produktion kleiner und mittlerer Buchauflagen sicher: Kombiniert mit dem Trimmer HT-30C, werden die Bücher mit nur einem Messer an drei Seiten sauber und passgenau geschnitten, ohne dass der Bediener eingreifen muss. Mit solch einem „Drei-Seiten-Schneideroboter“ rechnen sich angesichts des minimal notwendigen Zeit- und Personaleinsatzes sogar Kleinstauflagen mit nur wenigen Exemplaren.

Zeitgewinn als Zukunftssicherung.

Die Entscheidung zugunsten von Horizon Systemen fiel Naumann nicht schwer: „Die Produkte von Horizon bieten Qualität zu einem guten Preis und verschaffen uns auch langfristig gesehen genau die Flexibilität, die die Kundschaft erwartet.“ Darüber hinaus freut sich Rainer Naumann auch über das gute Zusammenspiel mit dem Kundenservice von Horizon. Karl-Josef Gilles, Horizon Gebietsleiter für Nordrhein-Westfalen und langjähriger Partner von Schäfer & Schott, nennt dafür ein Beispiel: „In einem Fall reichte der vorhandene Platz nicht aus, um eine Zusammentragmaschine so aufzubauen, wie es die ursprüngliche Konfiguration vorsah. Wir haben dann nach einer Alternative gesucht, und letztlich führte eine Aufstellung in Turmbauweise für alle Beteiligten zu einem guten Ergebnis.“

Schließlich lobt Rainer Naumann auch die einfache Handhabung der Maschinen: „Horizon Lösungen wie TOUCH&WORK erleichtern die Bedienung und verkürzen die Rüstzeiten bei Auftragswechseln ganz erheblich“, sagt Rainer Naumann. „Kürzere Rüstzeiten bedeuten Platz für zusätzliche Aufträge, dadurch werden auch Produktionen mit kleineren Auflagen rentabel. Jede Minute, die wir an Produktionszeit gewinnen, ist damit auch ein Beitrag zur Absicherung unserer Existenz.“

März 2018