Wie Papier gut »vom Stapel läuft«

Auffächern, Auflockern, Aufstoßen
Die modernsten Zusammentragmaschinen und Weiterverarbeitungssysteme nützen wenig, wenn das Papier im Anleger nicht mitspielt. Jeder Drucker oder Buchbinder hat es schon erlebt: Entweder wollen die Bogen sich gar nicht vom Stapel trennen oder sie haften zu zweit oder zu dritt aneinander. Die Ursachen sind vielfältig: So können etwa leicht stumpfe Planschneidermesser an den Bogen eine leichte Gratkante hinterlassen – und sie verhakeln sich. Die Erhitzung in der Digitaldruckmaschine erzeugt statische Aufladung. Nicht zu unterschätzen ist auch der »Klimaschock«, dem Papierpaletten im Winter ausgesetzt sind. Besonders anfällig sind bestimmte Papiersorten wie Bilderdruck- und satinierte, matte Offset-Papiere.

  • Vor der Beladung des Anlegers sollten die Stapel deshalb aufgefächert, aufgelockert und aufgestoßen werden. Das gilt natürlich auch für jeden einzelnen der bis zu 60 Anleger in Zusammentragmaschinen. Gerade hier ist Sorgfalt gut investiert!
  • Die drei Schritte zum perfekten Papierstapel: Auffächern: Nehmen Sie einen Stapel von etwa drei Zentimeter Höhe in die Hände und »verbiegen« Sie ihn wechselseitig mit der rechten und der linken Hand. Auflockern: Wölben Sie die Seiten des aufgefächerten Stapels nach oben, in dem Sie die Hände zusammenführen. Dann ergreifen Sie den Stapel wieder und spannen mit den Daumen das erste Blatt. Die anderen wölben sich in der Mitte nach außen. Aufstoßen: Halten Sie den lockeren Stapel senkrecht über eine Tischplatte. Lockern Sie den Griff so, dass die Blätter gleichmäßig nach unten fallen und wieder einen geraden Stapel bilden. Folge: Die einzelnen Bogen haften nicht mehr aneinander.

Ein Tipp: Das Ganze geht auch automatisch und in Sekundenschnelle mit dem Standrüttler Horizon PJ-100. Er wird in bequemer Arbeitshöhe befüllt, über ein Fußpedal bedient und lockert den Papierstapel mit Druckluft auf.