Die richtige Lufteinstellung (II)
Im Teil (I) wurde über die Beachtung bestimmter Regeln für die richtige Lufteinstellung bei den Anlegern an Falzmaschinen informiert. Wichtig sind aber auch die Einstellungen der Schleuse und der Seitenbläser.
Wenn der Bogen durch zuviel eingestellte Luft vom Sauger abgeblasen wird, greift dieser sofort wieder nach und so kommt es zu dem bekannten Schnattern der Sauger. Das gleiche passiert, wenn die Abstreiffeder zu weit nach innen gestellt ist.
Oftmals werden auch bei großen Formaten die Niederhaltestifte zu weit nach außen gestellt. Der Tunnel, der entsteht, wenn die Sauger den obersten Bogen hochgezogen haben, ist zu flach – es besteht dann die Gefahr, dass die Sauger doppelte Bogen anheben. Auch wird sehr häufig der Fehler gemacht, dass die unterhalb des Saugrades befindlichen Vorderbläser aktiviert werden. Diese Bläser werden nur benötigt, wenn man wirklich die maximale Leistung der Maschine erreichen will (Leistungen von über 30.000 Takten). In allen anderen Fällen sind sie eher schädlich und es passiert Folgendes: Der Stapel wird durch diese Bläser so aufgeblasen, dass die Bogen über die Schleuse unterhalb des Saugrades schwimmen. Die Folge ist ebenfalls Maschinenstillstand wegen Doppeleinzug.

Schleuse: Der Abstand zwischen oberer Kante der Schleuse und dem Stapel sollte 5–8 mm betragen.
Unsere Tipps:
Stellen Sie als erstes die Stapelhöhe so ein, dass der Stapel ca. 5–8 mm unterhalb der Schleuse stehen bleibt. Danach stellen Sie den Trennkopf korrekt ein (s. Nachdruck 3/08) und anschließend die Niederhaltestifte am Trennkopf. Sie müssen ca. 10–12 cm seitlich zum Trennkopf positioniert sein. So entsteht beim Anheben des obersten Bogens durch die Sauger ein schöner Tunnel und die Bogen lassen sich leichter trennen. Übrigens: Bei langen Formaten oder bei den großen Maschinen stellt man auch die seitlichen Aufbläser an.
Der Abstand zwischen Trennkopf und den Niederhaltestiften sollte nicht zu weit gestellt werden.

