Broschüren mit schwierigen Umschlägen sicher verarbeiten
Jede Druckerei kennt ihr "rohes Ei"
Inmitten der vielen problemlosen Broschüren, die tagtäglich produziert werden, gibt es bestimmt auch bei Ihnen hin und wieder ganz spezielle Aufträge. So taucht etwa ein hochwertiger Glanzkarton, vierfarbig oder vollflächig bedruckt auf, oder Sie haben es mit einem schneeweißen Samtoffset zu tun, der nach Druck und Verarbeitung ja immer noch schneeweiß aussehen soll. Wenn dann noch durch den ständigen Termindruck die Trockenzeiten nicht eingehalten werden können, ist das oft zum Haare raufen: Der Glanzumschlag scheint die Stellen in einer Maschine geradezu zu suchen, an denen er sich kratzen kann.
| Der Samtoffset-Karton reagiert selbst mit blank geputztem Metall und malt sich hässliche graue Streifen und Patzer auf seine einst so makellose Oberfläche. Die Lösung Mit einem Trick kann dieses Problem einfach gelöst werden: | ||
| 1) Lassen Sie bei der Broschürenfertigung ein zusätzliches Papier über dem Umschlag mitlaufen. Es bildet dann sozusagen den „Schutzumschlag“ über der eigentlichen Glanz- oder Samtoffset-Oberfläche. Alle mechanischen Transportaggregate wie Bänder, Niederhalter, Falzwalzen, Pressbalken, Führungsschienen können jetzt dem teuren Material und dem aufwendigen Druck nichts anhaben. In jeder Druckerei lassen sich Restpapiere oder preiswertere Sorten finden, die man dazu benutzen kann. | ![]() | |
2) Wenn die Broschüre fertig ist, müssen Sie nur noch den Schutzumschlag abreißen. Diese Vorgehensweise erfordert zwar im Nachhinein etwas Handarbeit, da es sich aber bei diesen Broschüren mit solch hochwertigen Materialien nicht um Billigware handelt, sondern meist um repräsentative Produkte, die der Endabnehmer auch genau unter die Lupe nehmen wird, macht sich die Mehrarbeit bestimmt bezahlt.
Aber Achtung!
Bei den Zusammentragmaschinen müssen Sie bei dieser Vorgehensweise auf das „Broschürenprogramm“ verzichten, Sie können also den richtigen Umschlag nicht zweimal beladen!


