Falzen und Kleben in einem Arbeitsgang
Horizon-Falzmaschinen lassen sich durch moderne Leimanlagen erweitern
Bei der heutigen Vielfalt und Raffinesse von Druckprodukten steigen auch die Anforderungen an die Weiterverarbeitung stetig. Manche Produkte sind so konzipiert, dass sie – am besten in einem Arbeitsgang – geklebt und gefalzt werden müssen. Für diese Anforderung lassen sich Horizon-Falzmaschinen mit modernen Leimanlagen erweitern.
Die am häufigsten auf diese Weise gefertigten Produkte sind falzgeklebte Broschüren. Bei nur einem Leimkopf lassen sich diese mit einem Umfang von 8, 12 oder 16 Seiten herstellen.
Die Nachfrage nach solchen Broschüren steigt ständig und deren Siegeszug ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sie – besonders im Vergleich zu rückstichgehefteten Broschüren – im Falz kaum auftragen.
So lassen sie sich einfacher handhaben, können höhere Stückzahlen in die gleiche Verpackung gebracht und dadurch oftmals auch noch Versandkosten eingespart werden.
Die Grafik zeigt, wie die Leimspur verlaufen muss, um Broschüren mit den oben aufgeführten Umfängen zu produzieren.
Wichtig: Bei Falzklebearbeiten ist unbedingt darauf zu achten, dass die Papierlaufrichtung stets parallel zur Leimung liegt. Andernfalls sind Wellenbildungen unvermeidbar und diese führen meist zu Falzproblemen. Zudem sollte der Dispersions-Klebstoff eine relativ kurze »offene Zeit« besitzen, damit der Abbindeprozess rasch erfolgen kann. Bezüglich der Leimstoffmenge ist es wichtig zu wissen, dass Naturpapiere mehr Leim vertragen als gestrichene Papiere.
Dabei sollte stets unbedingt darauf geachtet werden, dass der Leim nicht durchschlägt, denn dies führt unweigerlich zur Verunreinigung der Maschine.
Das Beschneiden dieser Falzklebe-Broschüren am Kopf und Fuß erfolgt ebenfalls auf der Falzmaschine. Hierbei ist zu beachten, dass der Beschnitt immer mindestens sechs Millimeter betragen muss, denn bei schmaleren Streifen ist ein exaktes Schneiden nicht mehr möglich. Dies gilt besonders, wenn nur einseitig geschnitten werden muss. Beim Beschneiden gilt deshalb folgende Regel: Je breiter der Span, desto einfacher wird es!
Reinigung in maximal fünf Minuten
Das oftmals bei älteren Leim-Anlagen sehr aufwendige und zeitintensive Reinigen ist bei den neuen Systemen sehr schnell und ganz einfach. Da diese Anlagen über einen Spülmodus verfügen, reduziert sich die benötigte Zeit auf maximal fünf Minuten.
Da es sich bei der Leimanlage um ein geschlossenes System handelt, ist es möglich, auf das tägliche Reinigen ganz zu verzichten, wenn beispielsweise ein größerer Auftrag über mehrere Tage produziert wird. Auch, wenn zwischen einem und dem nächsten Falzklebeauftrag nicht mehr als ca. eine Woche liegt, ist es noch möglich, auf das vorherige Reinigen zu verzichten.
Ist das erste Falzwerk mit Segmentwalzen ausgerüstet, so können auch mehrere Leimspuren aufgetragen werden. Auf diese Weise ist dann die Produktion von Selfmailern, Lotterielosen oder das Doppeln von Postkarten möglich. Und: Sie können so Ihr Produktportfolio gewaltig erweitern!
Ein weiterer Vorteil von Horizon-Falzmaschinen: Auch Heißleimanlagen lassen sich installieren. Mit diesen Anlagen können Fugitivleime aufgetragen werden. Dies ermöglicht dann die Produktion von Selfmailern, welche wiederverschließbar sind oder bei denen sich der Klebstoff nach dem Öffnen rückstandsfrei ablösen lässt.

